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Seerettung einmal anders: ein besonders fürsorglicher Weißstorch

Die Besucher auf St. Peter-Ording können aktuell ein alles andere als alltägliches Ereignis beobachten: Dort kümmert sich ein Weißstorch aufopferungsvoll um sein eigenes Nest sowie um 18 fremde Küken. Diese wurden vom Team des Westküstenparks nach den Unwettern, die Anfang Mai getobt hatten, gerettet. Die Küken stammen aus verschiedenen Nestern und drohten während der Unwetter zu ertrinken oder an Unterkühlung zu sterben.

Momentan sind die 18 verwaisten Storchenküken auf dem Gelände des Westküstenparks in drei nebeneinanderliegenden Nestern untergebracht. Dort werden sie vom Adoptiv-Storch, der nebenbei noch zwei eigene Küken im eigenen Nest versorgen muss, aufgezogen. Zunächst hatte er sich noch gegen menschliche Hilfe gesträubt und die Waisen verteidigt. Inzwischen lässt er die Hilfe durch den Menschen allerdings zu: Er wartet nun täglich auf den Futtereimer, aus dem er die besten Stücke herauspickt und sie selbst an die Küken verfüttert.

Der Weißstorch: ein sagenhafter Vogel

Der Weißstorch übt seit jeher eine besondere Faszination auf den Menschen aus und gilt in vielen Regionen als Glücksbringer. In der deutschen Sagenwelt soll er sogar die kleinen Kinder bringen. Diese haben die Störche nach dem Volksglauben selbst in Sümpfen oder Höhlen gefunden und bringen diese in Körben zu den Menschen. Die Vorstellung vom Weißstorch als "Babylieferant" wurde vor allem durch Hans Christians Andersens Märchen "Die Störche" sehr populär und hat sich inzwischen bis auf die Philippinen und nach Südamerika verbreitet. Junge Paare, deren Kinderwunsch sich bislang nicht erfüllt hat, legen deshalb gern nachts Süßigkeiten auf das Fensterbrett, um den Klapperstorch anzulocken.

Trotz der Vorstellung, dass der Storch in Glücksbringer sei, wurde er durch den menschlichen Fortschritt in der Vergangenheit stark in seinem Bestand gefährdet. Verantwortlich dafür dürfte die Trockenlegung von Feuchtgebieten sowie die Umwandlung von Wiesen in Felder gewesen sein. Durch gezielte Auswilderung und weitere Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand inzwischen jedoch wieder erholt, auch Wiederansiedlungen sind gelungen.

Juni 2014

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