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Neue Ausstellung zum Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes

Erst jüngst wurde in den Gedenkstätten Wöbbelin eine neue Ausstellung mit dem Titel "Zehn Wochen KZ Wöbbelin" eröffnet. Diese wurde im Zuge der Sanierungsarbeiten auf dem Lagergelände eingerichtet. Die Gedenkstätte wurde dabei auch um eine Bibliothek erweitert. Darin wurden auch verschiedene Materialien sowie Dokumente von einstigen Häftlingen, Angehörigen, aus verschiedenen Archiven und dem Washingtoner US-Holocaustmuseum aufgenommen. Damit werde in der Gedenkstätte der aktuelle Stand der Forschung gezeigt, so die Leiterin Ramona Ramsenthaler.

Die Geschichte des Konzentrationslagers

Das Konzentrationslager Wöbbelin bestand lediglich zehn Wochen, nämlich vom 12. Februar bis zum 2. Mai 1945 und wurde als Auffang- und Sterbelager genutzt. Eingerichtet wurde das Konzentrationslager Wöbbelin, das eigentlich als Lager für Kriegsgefangene eingerichtet werden sollte, in der Nähe des kleinen Lagers Reiherhorst.

Nachdem das Konzentrationslager Wöbbelin fertiggestellt war, wurden hier Häftlinge untergebracht, die von der SS aus anderen Lagern deportiert worden waren. Schon kurz nach Inbetriebnahme, nämlich im April 1945, wurde wegen des schnellen Vormarsches der alliierten Truppen die Aufgabe des Lagers geplant. Die transportfähigen Häftlinge wurden deshalb in einen Güterzug verladen, der allerdings nicht mehr abfuhr. Diese Tatsache dürfte den betroffenen Häftlingen vermutlich das Leben gerettet haben, weil sie wohl nach Lübeck gebracht worden wären. Nachdem die Häftlinge 24 Stunden in dem vollgestopften Zug verbracht hatten, wurden sie wieder ins Lager getrieben. Nun wurde eine Marschkolonne mit dem Ziel Schwerin zusammengestellt, die jedoch nicht mehr abmarschiert war, weil die Amerikaner schneller als gedacht vorrückten.

In den zehn Wochen des Bestehens waren insgesamt 5.000 Häftlinge aus 16 Nationen im KZ Wöbbelin untergebracht worden, von welchen 1.000 die Haft nicht überlebten. Zu den bekanntesten Häftlingen in Wöbbelin gehörten der Schriftsteller und Politiker David Rousset sowie Franz Unikower, der die jüdische Gemeinde in Mecklenburg mitbegründet hatte. Befreit wurden die Gefangenen schließlich von der 82. US-Luftlandedivision.

August 2014

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