Eine Erlebnisräucherei: die Alte Fischräucherei Eckernförde

Über Jahrhunderte hinweg - etwa bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war Eckernförde ein wichtiger Standort für die Fischerei und die fischverarbeitende Industrie. Herausragend war vor allem die Bedeutung der Fischräuchereien, von welchen in der Stadt ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert mindestens 60 existierten. Erst in den vergangenen Jahren wurde dieser großen Vergangenheit gedacht, als der Förderverein Alte Fischräucherei e.V. 2012 die frühere Fischräucherei Hopp erwarb und darin eine Erlebnisräucherei in Form eines Museums errichtete.

Ein Ausflug in die Geschichte

Fisch wurde seit dem Jahr 1769 in Eckernförde geräuchert. Einen Höhepunkt erlebte das Gewerbe der Fischräucherei zur Mitte der 1920er Jahre, als 37 Betriebe das Gewerbe in der Stadt betrieben. Die Bedeutung dieses Gewerbes sank in den folgenden Jahren und Jahrzehnten jedoch rasant, sodass Ende der 1990er Jahre lediglich noch eine Räucherei erhalten blieb.

Eine Besonderheit in der Alten Fischräucherei

Bei der Räucherei Hopp handelte es sich um eine der letzten Fischräuchereien in Eckernförde, in der mit Altonaer Öfen geräuchert wurde. Hierbei handelt es sich um Räucheröfen, in welchen nach traditioneller Art über einem offenen Holzfeuer geräuchert wird. Für die Garung des Fisches wird Buchenholz verwendet, während im späteren Schritt Erlenholz verwendet wird, um dem geräucherten Fisch seine goldgelbe Färbung und den charakteristischen Geschmack zu geben.

Zu den besonderen Spezialitäten, die einst in Eckernförde hergestellt wurden, gehört etwa die Kieler Sprotte, ein etwa zehn Zentimeter langer, heringsartiger Fisch. Ursprünglich wurde diese Spezialität in Kiel hergestellt und später von den Räuchereien in Eckernförde übernommen, wobei der Name beibehalten wurde.

November 2015

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