Schränken neue Naturschutzgebiete den Freizeitwert an Nord- und Ostsee ein?

In insgesamt acht Meeresgebieten an der Nord- und Ostsee will das Bundesumweltministerium neue Naturschutzgebiete einrichten. Dazu gehören neben dem Sylter Außenriff auch der Fehmarnbelt, die Kadetrinne sowie der Borkum Riffgrund. Doch diese Entscheidung ist nicht unumstritten, unter anderem, weil Hobbyangler dann in dieser Region ihrem Hobby nicht mehr nachgehen können.

Einschränkungen kündigte das Ministerium bereits für Berufs- und Freizeitfischer an. So könnte in einem Naturschutzgebiet für Berufsfischer ein komplettes Fangverbot erhoben werden. In einer abgeschwächten Form werden lediglich Auflagen erhoben, wann welche Fischarten bis zu welchem Ausmaß gefangen werden können.

Fischer wehren sich gegen die Auflagen in neuen Naturschutzgebieten

Die Berufsfischer bezeichneten diese Pläne des Bundesumweltministeriums als herben Schlag für die Region. Denn allein im Kreis Ostholstein seien etwa 40 Betriebe davon betroffen. Und auch die Hobbyfischer wehren sich gegen die geplanten Einschränkungen, haben jedoch keinerlei Bedenken gegen die Unterschutzstellung von weiteren Meeresgebieten. Aber: "Wir sind der Auffassung, dass das flächendeckende Verbot für die Angelfischerei unverhältnismäßig ist, so Christel Happach-Kasan, ihres Zeichens Präsidentin des Deutschen Angelfischer-Verbandes. Auf ihrer Seite stehen auch verschiedene Vertreter der Tourismusbranche an der Ostsee. Denn allein von den beiden Häfen in Fehmarn und Heiligenhafen würden alljährlich rund 70.000 Feriengäste zu Hochsee-Angelfahrten starten.

Der Grund, warum das Bundesumweltministerium auch das Hobbyangeln verbieten möchte liegt darin, dass durch organisierte Angeltouren zahlreiche rastende Vögel gestört würden. Des Weiteren würden die Hobbyangler eine nicht unerhebliche Menge von Dorsch fangen, der eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Vögel darstellt.

Während diese Einschränkungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace noch nicht weit genug gehen, sieht das schleswig-holsteinische Umweltministerium in den Hobbyanglern keine Gefährdung für den natürlichen Lebensraum Meer. Schließlich würden Hobbyangler den Meeresboden nahezu gar nicht beeinflussen.

März 2016

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