Das Wenzel Hablik Museum: ein Hort der Kreativität

In seinen Arbeiten hat sich der Maler, Kunsthandwerker und Grafiker vorwiegend mit der sogenannten kristallinen Architektur gewidmet, weshalb er von Kunstfreunden gern als Visionär betrachtet wird. Unter anderem zählt er zu den Wegbereitern der expressionistischen Architektur, die in den 1920er Jahren weit verbreitet war. Nach seiner Ausbildung an der Wiener Kunstgewerbeschule siedelte er sich 1907 im norddeutschen Itzehoe an, wo er fortan lebte und arbeitete. Dem berühmten Künstler widmete die 30.000 Einwohner zählende Stadt das Wenzel Hablik Museum.

Das Wenzel Hablik Museum befindet sich seit 1995 in einem denkmalgeschützten Kaufmannshaus in Itzehoe. Dieses beherbergt den Nachlas Wenzel Habliks, der zu den herausragenden Künstlern Schleswig-Holsteins zählt. Die Trägerschaft über das Wenzel Hablik Museum hat die Wenzel-Hablik-Stiftung inne, welche auch eine umfangreiche Sammlung an Werken des Künstlers besitzt. Im Museum wird ein Querschnitt des gesamten Schaffens Wenzel Habliks gezeigt, von Ölgemälden bis hin zu kunsthandwerklichen Arbeiten. Darüber hinaus erwarten die Besucher im Wenzel Hablik Museum regelmäßig Sonderausstellungen aus den Themenbereichen Design, Architektur und Kunst.

Wer war Wenzel Hablik?

Geboren wurde Wenzel Hablik am 4. August 1881 im böhmischen Brix, wo er bereits während seiner Volksschulzeit in der Werkstatt seines Vaters eine Tischlerlehre begonnen hatte. 1895 legte er die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk ab. Später arbeitete er unter anderem als Porzellanmaler, in einem Architekturbüro, bevor er die Fachschule für Tonindustrie in Teplitz-Schönau besuchte. Schließlich absolvierte Wenzel Hablik ein dreijähriges Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule, ein weiteres Studium schloss er von 1905 bis 1907 an der Prager Kunstakademie an.

Ursprünglich hatte Wenzel Hablik rund 600 Gemälde geschaffen, wovon jedoch nur noch 250 bekannt sind. Neben natursymbolischen und utopischen Bildern malte Wenzel Hablik auch Portraits, Blumen, Aktbilder und Landschaften. Ab den ausgehenden 1910er Jahren entwarf Wenzel Hablik zunehmend kunsthandwerkliche arbeiten mit utopisch-kirstallinen Formen.

September 2017

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