Sylt: eine Insel der Burgen

Was viele Badegäste vermutlich nicht wissen, ist die Tatsache, dass in den vergangenen Jahrtausend auf Sylt drei Festungen und Burgen errichtet wurden. Zwar sind die Überreste der einst mächtigen Anlagen heute nur noch äußerst spärlich zu finden, ein Besuch lohnt sich aber dennoch. Vor allem für Besucher, die es genießen, an idyllischen Orten zu bummeln. Das sind die drei Burgen auf Sylt:

Die Rantum-Burg

Der genaue Standort der Rantum-Burg ist bis heute unbekannt. Historiker und Archäologen vermuten, dass sie unter den Dünen des Ortsteils Rantum begraben liegt. Wie aus alten Überlieferungen hervorgeht, dürfte die Burg Rantum, die einst als „Rathsburg“ bekannt war, schon im Lauf des 18. Jahrhunderts weitestgehend vom Sand begraben gewesen sein. Zudem soll sie äußerst nah am Meer errichtet worden sein, sodass auch die Sturmfluten eine Gefahr für die Burg darstellten. Christian Peter Hansen, ein Heimatforscher aus Sylt, hegte einst die Vermutung, dass die Festung an einem alten Hörweg am „Hörnumer Rücken“ errichtet worden war.

Die Tinnum-Burg

Die Tinnum-Burg gilt als besterhaltene Burg auf Sylt, wenngleich nur noch der Ringwall erhalten ist. Die Funde alter Keramiken deutet darauf hin, dass die Tinnum-Burg um Christi Geburt herum gebaut worden sein dürfte und über lange Zeiträume hinweg brach gelegen war, bevor sie zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert wieder intensiver genutzt wurde. Auch wenn der Grund für den Bau der Tinnum-Burg unbekannt ist, gehen die Forscher davon aus, dass sich hier einst eine germanische Kultstätte befunden hatte und die Anlage während des 14. Jahrhunderts als „Zwingburg“ genutzt worden war. Der 120 Meter durchmessende Ringwall ist für die Besucher frei zugänglich.

Die Archsum-Burg

Die letzten Zeugnisse der Archsum-Burg wurden anno 1860 entfernt. Nachdem in der Vergangenheit auf dem Gelände der Archsum-Burg diverse Werkzeuge, Vorratsbehälter und Gefäße gefunden wurden, gehen die Forscher davon aus, dass in der Burg einst Opfergaben gesammelt wurden. Einige der Funde können bei einer Dorfführung besichtigt werden.

Dezember 2017





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