Kirche St. Nicolai

Die Kirche St. Nicolai ist dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer, gewidmet. Die heutige Kirche wurde im November 1959 eingeweiht, nachdem die alte evangelische Kirche im Bombenhagel zerstört wurde. Allerdings konnte ein Teil der Ausstattung gerettet werden und fand in der neuen Kirche, die dem Vorgängerbau nachempfunden ist, eine neue Heimat.

Die Kirchengeschichte auf Helgoland

Erstmals wurde ein Kirchenbau auf Helgoland durch den Dithmarscher Chronisten Neocorus zu Beginn des 17. Jahrhunderts beschrieben. Sie soll sich im Osten des Oberlandes befunden haben. Doch weil sie aufgrund der Erosion vom Absturz bedroht war, wurde sie anno 1609 durch einen Neubau ersetzt, der weiter im Landesinneren errichtet wurde. Dieses Gotteshaus wurde aber bereits 1685 wieder abgebrochen, weil sie für die wachsende Inselbevölkerung zu klein geworden war.

In den Jahren von 1685 bis 1687 wurde deshalb die erste Nicolaikirche auf Helgoland erbaut. Der Turm im Westen des Gebäudes wurde erst zwischen 1704 und 1706 angebaut. Weil dieser jedoch im Laufe der Jahrzehnte baufällig geworden war, wurde er 1878 abgerissen und sieben Jahre später durch einen Neubau ersetzt. Eine flache Holztonne mit Lichtschächten überspannte den Innenraum. Zwei besondere Schmuckstücke der ersten St. Nicolai Kirche gingen 1945 verloren: Der 1821 gefertigte Kanzelaltar aus Mahagoni wurde zerstört. Ein bronzener Taufkessel aus dem 14. Jahrhundert hatte das Bombardement zwar überstanden. Jedoch ließen ihn Schrottsammler nach dem Krieg verschwinden. Erhalten blieb unter anderem ein vergoldeter Abendmahlskelch, der 1705 in Friedrichstadt gefertigt wurde.

Der Neubau der Kirche St. Nicolai

Unmittelbar, nachdem die Helgoländer 1952 in ihre Heimat zurückgekehrt waren, errichteten sie die neue Kirche exakt an der Stelle, an der das zerstörte Gotteshaus gestanden hatte. Geplant wurde dieser Bau vom Braunschweiger Architekten Rolf Romero. Zehn Jahre nach der offiziellen Einweihung am 29. November 1959 wurde sie saniert. Der neue Taufkessel sowie das Bronzeportal wurde vom Hamburger Bildhauer Fritz Fleer gestaltet. Der größte Teil der fast 1400 Inselbewohner gehört der Kirchengemeinde St. Nicolai an.


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