Die Geschichte der Insel Helgoland beginnt bereits, als Helgoland noch gar keine Insel war, sondern noch mit dem europäischen Festland verbunden war. So belegen Funde aus der Jungsteinzeit, daß das Gebiet der heutigen Insel Helgoland seiner Zeit bereits besiedelt war.
Zur Insel wurde Helgoland erst vor 6000 bis 7000 Jahren, als der Meeresspiegel nach der Eiszeit immer weiter anstieg und Helgoland dadurch vom Festland getrennt wurde.
In deutlich späteren Jahren, zur Zeit des Mittelalters, spielte die Piraterie auf der Insel eine große Rolle. So hat vermutlich auch der bekannte Pirat "Klaus Störtebeker" die Insel als einen Stützpunkt genutzt. Dieses läßt sich zwar nicht eindeutig belegen, sicher ist jedoch, daß "Störtebeker" im Jahre 1401 im Rahmen einer Seeschlacht vor Helgoland durch einen Hamburger Flottenverband gefangen genommen wurde.
Ein sehr entscheidendes Jahr für Helgoland war 1720, als eine schwere Sturmflut die Insel in zwei Teile riß und der Kalkfelsen "Witte Kliff" von der Hauptinsel Helgolands getrennt wurde. Die verbliebenen Klippen des "Witte Kliff" entwickelten sich im Laufe der Jahre zu einer Düneninsel, auf der heute der Badebetrieb der Insel Helgoland stattfindet.
Ein interessanter Teil der Helgoländer Geschichte spielte sich im frühen 19. Jahrhundert ab, nachdem im Jahre 1806 Napoleon die Kontinentalsperre gegen das vereinigte Königreich verhängte, denn dadurch entwickelte sich Helgoland zu einem Zentrum für Schmuggelgeschäfte.
Nur etwas später, im Jahre 1807, besetzten britische Truppen die Insel Helgoland, gliederten sie in das Vereinigte Königreich ein und Helgoland war fortan eine britische Insel. Dies änderte sich erst im Jahre 1890, als zwischen dem Deutschen Reich und dem Vereinigten Königreich der "Helgoland-Sansibar-Vertrag" geschlossen wurde und Helgoland somit an das Deutsche Reich überging.
Eine sehr schwere Zeit erlebten die Helgoländer während des zweiten Weltkrieges. Zunächst wurde die Insel zwar kaum bombardiert, am 18. April 1945 gab es jedoch einen Großangriff der britischen Streitmächte, die innerhalb von weniger als zwei Stunden rund 7000 Bomben auf Helgoland abwarfen.
Die Insel war nach diesem Angriff zunächst nicht mehr bewohnbar und mußte evakuiert werden. Viele der damaligen Bewohner fanden Unterschlupf auf anderen deutschen Inseln, wie beispielsweise der Insel Sylt.
Nach dem zweiten Weltkrieg konnte sich Helgoland schließlich zu der beliebten Hochseeferieninsel entwickeln, die sie auch heute noch ist.
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