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Biikebrennen: Wenn die Geister weichen müssen

Die Fans von traditionellen Festen, die einen historischen und manchmal gruseligen Hintergrund haben, sollten sich den 21. Februar vormerken. An diesem Tag findet nämlich im nordfriesischen Seebad wieder das traditionelle Biikebrennen statt. Die Tradition dieser Veranstaltung, aus der inzwischen ein beliebtes Volksfest am Vorabend des Feiertages Petri Stuhlfeier in Antiochien geworden ist, reicht bis ins Mittelalter zurück.

Ursprünge liegen im Dunkeln

Gefeiert wird dieses Fest vor allem in Nordfriesland, aber auch auf verschiedenen Nordseeinseln. Man vermutet, dass die Menschen im Mittelalter die bösen Geister vertreiben und die neue Saat schützen wollen. Damit ähneln die Biikefeuer etwa den Rauhnachtsfeiern, die in vielen bayerischen Orten stattfinden. In späteren Jahrhunderten verabschiedeten die Frauen an der Küste ihre Männer, die auf ihre gefährlichen Fahrten zum Walfang aufbrachen. Für die Schifffahrt in der Nordsee bildete der Feiertag Petri Stuhlfeier ein wichtiges Datum. Der Grund: Die Hansestädte hatten anno 1403 beschlossen, dass die Schifffahrt zwischen dem 11. November und dem 22. Februar ruhen muss.

Das Biikefeuern-Fest

Bei den Biikefeuern verbrennen die Nordfriesen vorwiegend alte Weihnachtsbäume und weihnachtliche Gestecke. In einigen Dörfern wird im Feuer außerdem eine Strohpuppe, das sogenannte Petermännchen, verbrannt. Weil der christliche Glaube in Nordfriesland lange abgelehnt wurde, wird diese Puppe als Symbol für den Papst gesehen, sie wird aber auch als Personifizierung für den Winter gesehen, der nun vertrieben wird. In anderen Dörfern dagegen wird ein altes Holzfass auf die Spitze des Feuers gestellt. Sobald dies zu Boden fällt, gilt der Winter offiziell als beendet. Die traditionelle Speise bei den Biikefesten ist Grünkohl.

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