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Kitesurfer aufgepasst

Eine uralte Erfindung wurde Mitte der 90er Jahre ausgegraben, um daraus eine extreme Trendsportart zu machen, die sich auch an der Ostsee immer größerer Beliebtheit erfreut: Beim Kitesurfen steht der Sportler auf einem Board und wird von einem Lenkdrachen, dem so genannten Kite, über das Wasser gezogen.

Der Sport geht auf eine Erfindung des englischen Lehrers George Pocock zurück. Dieser hatte ab 1820 mit Lenkdrachen experimentiert, um mit diesen Kutschen oder kleine Boote anzutreiben. Er wollte das Pferd als tierischen Motor überflüssig machen, um die Pferdesteuer einzusparen. Diese Idee konnte sich jedoch nicht durchsetzen und geriet bald wieder in Vergessenheit.

Erst als in den 1970er Jahren strapazierfähige Kunststoffe wie Kevlar und Spectra erfunden wurden, konnte auch die Idee der Kites wieder belebt werden. Zunächst beschränkte sich der Einsatz allerdings auf Boote, später wurde mit dem Kite-Antrieb unter anderem auch mit Skiern und Buggys experimentiert. Erst Anfang der 90er Jahre nahm das Kitesurfen allerdings allmählich Formen an. Bill und Corey Roesler entwickelten ein System, das sie auch bis zur Marktreife brachten. Nachdem Manu Bertin und Laird Hamilton an der Küste von Maui öffentlichkeitswirksam kitegesurft waren, wurde dieser Extremsport langsam aber sicher populär. Inzwischen gibt es weltweit rund 500.000 Kitesurfer und immer mehr Menschen, die diesen Extremsport erlernen wollen.

An der Ostsee gibt es eine Surfschule auf der Insel Rügen und der Insel Ummanz, die Kitesurfen anbieten. Allerdings sollten Interessenten einiges beachten. Denn der Sport bietet trotz seines hohen Spaßfaktors vor allem für Unerfahrene einige Gefahren und bring ein hohes Verletzungsrisiko mit sich.

Ein entscheidender Faktor ist beispielsweise der richtige Ort. Nicht nur auf dem Wasser sollte kein Gedränge herrschen, bewaldete Strandabschnitte sind für das Kitesurfen ungeeignet. Ein hohes Unfallrisiko birgt außerdem der Wind. Bei starkem Wind braucht der Kitesurfer viel Kraft und sollte schon einiges an Erfahrung mitbringen, um nicht schon an der nächsten Böe zu scheitern. Sollte ein Gewitter in Sicht sein, ist das Kiten absolut tabu.

Zur Sicherheit sollte der Kitesurfer aber auch den richtigen Versicherungsschutz haben. Mit einer Zusatzversicherung zur Krankenversicherung und einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist man in der Regel gut abgesichert. Denn ein Unfall – auch ohne eigenes Verschulden – kann schneller passieren, als man denkt.

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