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Kegelrobben kehren zurück

Die Gäste an der Ostseeküste erleben mit etwas Glück wieder die ursprüngliche Kegelrobbe. Diese war in der Region gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgerottet worden. Doch mittlerweile haben sich wieder 40 Tiere angesiedelt. Mit Nachwuchs rechnen die Forscher in den kommenden Jahren.

Darum wurden die Robben ausgerottet

Die Kegelrobbe gilt mit einem Gewicht von 300 Kilo als größtes Raubtier Deutschlands. Sie ernähren sich ausschließlich von Fisch, den sie auf ausgedehnten Streifzügen jagen. Auf ihrem Speiseplan stehen Schollen, Heringe, Dorsche, Makrelen und Lachse, wobei ein erwachsenes Tier etwa zehn Kilo frischen Fisch pro Tag benötigt. Aus diesem Grund beklagten sich die Fischer an der Ostseeküste darüber, dass die Tiere ihre Existenzgrundlage gefährden. Deshalb wurden Ende des 19. Jahrhunderts Prämien für jedes erlegte Tier ausgelobt. Bis 1930 waren die Kegelrobben ebenso wie Seehunde an der deutschen Ostseeküste vollständig ausgerottet.

Eine gefährdete Art

Seit der Berner Konvention, die 1979 verabschiedet wurde, stehen Kegelrobben unter Schutz. Angeregt wurde dieser völkerrechtliche Vertrag vom Europarat. Ratifiziert wurde sie von der Europäischen Gemeinschaft, vier afrikanischen und 42 europäischen Staaten.

Während die Kegelrobbe in Deutschland als sehr gefährdet gilt, leben im Ost-Atlantik etwa 100.000 Tiere, nachdem sie in den meisten Ländern geschützt werden. Etwa 40 Prozent des Bestandes leben an den Küsten von Großbritannien.

Sorge bereitete den Umweltschützern lange Zeit vor allem die Ostsee-Kegelrobbe. Deren Bestand war Ende der 1980er Jahre auf 1.500 Tiere zusammengeschmolzen. Der Grund lag neben der Verfolgung in der Einleitung von Giften wie DDT in die Ostsee. Der Bestand konnte sich allerdings nach der Einführung strenger Schutzmaßnahmen bis 2000 auf etwa 15.000 Tiere erholen. Lediglich in Finnland und Schweden dürfen circa 200 Tiere pro Jahr gejagt werden. Dort verursachen sie nämlich alljährlich große Schäden an den Reusen der Fischer. Allein in Schweden beläuft sich dieser Schaden auf etwa 50 Millionen Kronen pro Jahr.

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