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Wracks im Wattenmeer - Spuren aus der Vergangenheit

Das nordfriesische Wattenmeer ist immer für eine Überraschung gut. So hat sich in den vergangenen Jahren aus den sogenannten Außensänden, welche die Küste vor dem Wüten des Meeres schützen, eine neue Insel gebildet. Auch grausige Zeugen der Vergangenheit gibt das Wattmeer regelmäßig preis. So tauchte erst jüngst ein hölzernes Wrack auf, das um 1700 vom Stapel gelaufen ist. Als am besten erhalten gilt an der Nordseeküste ein Schiffswrack aus dem Jahr 1870.

Dass in der Region immer wieder Wracks auftauchen, hat einen guten Grund. Denn Süderoogsand galt jahrhundertelang als eine tödliche Falle für Schiffe. Waren sie erst einmal auf einer Sandbank aufgelaufen, gab es für sie kaum noch Hoffnung auf Rettung: Vor allem bei schwerem Seegang dauerte es allenfalls wenige Tage, bis die Brandung die Schiffe zerschlagen hatte. Die Seeleute waren dem Wüten des Meeres hilflos ausgeliefert und kamen meist ums Leben. Insgesamt sind seit 1600 rund 800 Schiffe an der nordfriesischen Küste gestrandet.

Um diese Gefahr zu bannen, wurde 1867 eine circa 24 Meter hohe Bake aufgebaut. Dabei handelte es sich um einen Turm mit integriertem Schutzraum. Dieser sollte einerseits die Schiffe warnen und andererseits den Seeleuten Unterschlupf gewähren. Diese Warnung wurde allerdings oft falsch verstanden: Die Leuchtfeuer lockten Schiffe, die sich in Seenot befanden an und rissen sie erst recht ins Verderben.

Wer sich für die aufgetauchten Wracks interessiert, sollte sich allerdings beeilen. Denn der Südsoogerand wandert, in den vergangenen sieben Jahren allein um 40 Meter. Es ist also davon auszugehen, dass die Wracks bald wieder in den Fluten verschwinden.

Als besonders tragisch gilt übrigens das Schicksal der "Ulipano", die im 19. Jahrhundert gebaut wurde. Sie strandete an dieser Stelle nämlich ausgerechnet auf ihrer Jungfernfahrt am Heiligabend 1870.

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