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„Wikinger“ in der Ostsee

Rund 1,6 Milliarden Euro will der spanische Stromkonzern Iberdrola an der Ostseeküste investieren: Dort soll in den nächsten Jahren „Wikinger“, einer der größten Windparks weltweit, errichtet werden und schon 2016 Energie liefern. Welche Auswirkungen hat diese Mega-Investition auf den Tourismus in der Region?

Erst vor wenigen Tagen teilte der spanische Stromkonzern mit, dass er 80 Windkraftanlagen errichten will, etwa 30 Kilometer vor der beliebten Ferieninsel Rügen. Sobald die Anlagen stehen, dürften die Spanier eine der weltweit größten Offshore-Anlagen errichtet haben. Erwartet wird, dass die rund 150 Meter hohen Windräder, die auf einer Fläche von insgesamt 32 Quadratkilometern errichtet werden, eine Leistung von etwa 400 Megawatt erbringen. Rund 350.000 deutsche Haushalte können dann ihren Strom aus dieser Anlage beziehen. Der Startschuss soll mit der Erstellung von Standortgutachten noch in diesem Jahr fallen, die eigentliche Baumaßnahme soll dann 2015 starten. Diese Anlage wäre dann der dritte Windpark vor Rügens Stränden. Denn die EnBW hat bereits vor einem Jahr einen ersten Park in Betrieb genommen, ein weiterer befindet sich in der Bauphase.

Nachdem die deutsche Energieversorgung mit dem beschlossenen Atomausstieg kräftig umgebaut wird, sprießen Windräder wie Pilze aus dem Boden. Nicht immer zur Freude der Einwohner. Mit einer Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und eine negative Wirkung auf den Tourismus wird auf dem Festland die ablehnende Haltung der Bevölkerung begründet.

Die Behauptung, Windparks seien nicht gut für den Tourismus, konnte eine aktuelle Untersuchung der Hochschule Bremerhaven nun aber gründlich widerlegen. Die Forscher befragten für diese Studie sowohl Einheimische als auch Touristen in elf Gemeinden an der Nordseeküste. Fazit: Die meisten Befragten empfanden die Windparks nicht als störend, sondern halten sie im Gegenteil sogar charakteristisch für die Region.

In dieser Haltung gibt es kaum Unterschiede zwischen Einheimischen und Touristen. In beiden Gruppen sprachen sich 27 Prozent der Befragten positiv aus, weitere 38 Prozent neutral. 35 Prozent lehnten die Windparks dagegen ab. Der genannte Hauptgrund: Lärmbelästigung.

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