Brunsbüttel

Die im Jahre 1286 das erste Mal erwähnte Hafen- und Industriestadt Brunsbüttel, liegt im Süden des Landkreises Dithmarschen, an der Westküste Schleswig-Holsteins. Auf einer Fläche von 65,24 km² leben 13.379 Einwohner. Hier verbinden Schleusenanlagen das südwestliche Ende des Nord-Ostsee-Kanals mit der in die Nordsee mündende Elbe. Milde Winter und Sommer verheißen ein atlantisches Klima. Der August und der Oktober sind die regenreichsten Monate, wobei es das ganz Jahr über sehr windig ist. Erreichbar ist Brunsbüttel über die B5 von Norden und Südosten, die A23, die nächste Autobahn ist in 27 km Entfernung, aus östlicher Richtung über die B431 mit der Elbfähre Glückstadt-Wischhafen oder Kreisstraßen. Um mit der Bahn zu fahren, geht es mit dem Schnellbus nach Glückstadt zum Bahnhof oder in das 12 km entfernte St. Michaelisdonn, wo die Züge Hamburg-Westerland durchfahren.

Touristenattraktionen von Brunsbüttel

Nord-Ostsee-Kanal
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Seltrecht

Wegen der Lage an der Elbe und dem Nord-Ostsee-Kanal hat sich Brunsbüttel als Anziehungspunkt für Leute entwickelt, die speziell an Schiffen und an Technik sehr interessiert sind. Hier können sie die Kanalschleusen von der Nähe aus betrachten und im angegliederten Museum, eine Menge über die Entstehung des Kanals erfahren. Doch auch der historische Ortskern mit dem Matthias-Boie-Haus, einem der schönsten Fachwerkhäuser in ganz Dithmarschen, hat seine Reize. Sehens- und erlebenswert ist auch das Brunsbüttler Freibad, das im Einfahrtsbereich der neuen Kanalschleusen, oben auf der äußeren Deichböschung gebaut wurde, wo ist es möglich ist, von der Liegewiese aus die ankommenden und auslaufenden Schiffe zu beobachten.

Doch auch jährlich wiederkehrende Veranstaltungen lassen sich viele Menschen nicht entgehen, wie das Schleswig-Holstein-Musik-Festival oder die Wattolümpiade (dieser Begriff ist eine Kreation des Künstlers Hein Hoop), ein sportlicher und viel Spaß auslösender, Wettkampf, der im Schlickwatt der Elbe ausgetragen wird. Ursprünglich wurde dieser Sport als Benefiz-Veranstaltung für die Deutsche Krebshilfe ins Leben gerufen. Dazu gehört auch das am Vortag veranstaltete Wattstock-Festival. Außerdem passieren so manche Urlauber auf den Ferienrouten die Stadt, wie die Deutsche Fährstraße, die Grüne Küstenstraße oder den Nordseeküsten-Radweg, der hier mit dem Elbe-Radweg zusammentrifft, um einen Abstecher in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu machen.

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der Nationalpark erstreckt sich mit einer Fläche von 4.410 km² von der deutsch-dänischen Seegrenze im Norden bis zur Elbmündung im Süden. Im Umfeld der Geestkern- und Marscheninsel und den Halligen, die im nordfriesischen Teil liegen, ist das Watt teilweise bis zu 40 km breit. In den südlicheren Wattgebieten, wo Schweinswale, Brandgänse und Seegräser am meisten vorkommen, liegen vor allem die größeren Sandbänke. Das Wattenmeer gehört seit Juni 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe, denn es bietet 700 Pflanzenarten und 2.500 Tierarten Lebensraum, davon leben allein 250 Tierarten nur hier. Die Insel Trische, die Sandbank Tertius und der Hochsand Blauort haben eine besondere Bedeutung für alle Seevögel und vor allem für die Seehunde und Kegelrobben, die zeitweise durch die Seehundstaupe bis auf die Hälfte dezimiert wurden. Neben dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sind in der Region noch zwölf weitere Areale als Naturschutzgebiete ausgewiesen, dabei handelt es sich um vier binnenländische Watt- und Marschlandschaften, drei Seen, vier Moore und ein Geestkliff.

Seerobben in der Sonne
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Templermeister

Der Gegensatz, die Industrie!

Seit dem Bau, 1895, des Kaiser-Wilhelm-Kanals, wie der Nord-Ostsee-Kanal zuerst hieß, hat sich durch die Seefahrt und dem Handel eine ständig wachsende Wirtschaft etabliert, wie z. B. durch die seit 1962 angesiedelten Chemiewerke. Große Ölpipelines, die vom Ölfördergebiet Mittelplate und von der Ölraffinerie Heide hierher geleitet werden, enden in Brunsbüttel, um dann das Öl bzw. Rohöl an seinen Bestimmungsort zu transportieren. In den 70er Jahren kam noch das neu erbaute Kernkraftwerk hinzu. Brunsbüttel liegt an zwei großen Schifffahrtsrouten und verfügt daher über mehrere Häfen an Elbe und am Kanal, wobei der Seehafen der einzige bedeutende in ganz Schleswig-Holstein ist, um die Tonnen von Erdöl, Erdgas und Massengüter auch umschlagen zu können. An der Elbe liegen der Tiefwasserhafen, der wichtigste Punkt der hiesigen Infrastruktur und der Seglerhafen für die Sportboote, der nur bei Hochwasser befahrbar ist. Die anderen Häfen befinden sich am Nord-Ostsee-Kanal, wie der Jachthafen für die Motorboote, der Ölhafen und der Hafen Ostermoor. Der gesamte Schiffsverkehr der Unterelbe, zwischen Hamburg und Nordsee, und über Elbe und Nord-Ostsee-Kanal, zwischen Hamburg und Ostsee, passiert Brunsbüttel. Doch auch Sportboote können die Wasserwege zur Nord- oder Ostsee befahren.


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