Emden

Wissenswertes über Emden

Emden liegt im Bundesland Niedersachsen an der Nordseeküste im äußersten Nordwesten Deutschlands am Dollart, einer Bucht der Nordsee. Die kreisfreie Stadt hat etwas mehr als 50.000 Einwohner und wird oft als die inoffizielle Hauptstadt Ostfrieslands bezeichnet. Bekannt ist Emden als wirtschaftlich bedeutender Standort für die gesamte Region mit seinem Seehafen und dem Volkswagenwerk. In Zusammenhang mit diesem Artikel besonders interessant ist auch, dass Emden ebenfalls ein bedeutendes Zentrum des Tourismus ist.

Hafen in Emden
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Helmut Brunken

Etwas Geschichte und Stadtentwicklung

Emden ist eine sehr alte Stadt. Ihre Anfänge gehen bis ins Jahr 800 zurück. Schon zur Zeit ihrer Gründung war die Stadt ein wichtiger Handelsplatz für die gesamte Region. Die Entwicklung zu ihrer heutigen Bedeutung verlief jedoch nicht geradlinig, sondern war von vielen Höhen und Tiefen geprägt wie z. B. der großen Flut von 1509, die den Lauf der Ems veränderte und fast zur Versandung des Hafens geführt hätte. Andererseits profitierte die Stadt vom Unabhängigkeitskrieg der Niederlande gegen Spanien im selben Jahrhundert, da sich zahlreiche vertriebene Niederländer zumindest vorübergehend in Emden ansiedelten. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 nahm die Wirtschaft einen starken Aufschwung, da Emden der dem Ruhrgebiet nächstgelegene Seehafen ist. Der Dortmund-Ems-Kanal wurde gebaut und zahlreiche Industriebetriebe siedelten sich an.

Sehenswürdigkeiten und touristische Ziele in Emden

Emden ist sehr vielseitig und hat seinen Besuchern interessante Ausflugsziele zu bieten, ob sie sich nun für Kunst und Kultur, Geschichte oder die örtlichen Sitten und Gebräuche interessieren. Eines sei aber gleich gesagt. Auf sonniges Wetter sollte man sich in Emden besser nicht verlassen. Im Gegenteil – oft genug herrscht das berüchtigte ostfriesische "Schietwetter". Dann sollte man es wie die Einheimischen machen und das unabänderliche mit Humor tragen. Bei einem Besuch Emdens packt man besser einen "Friesennerz" (die bekannte Wetterjacke) in den Koffer anstatt Sonnenlotion.

Dass die Einheimischen Humor haben, sieht man ganz gewiss an den beiden wohl bekanntesten Söhnen der Stadt, den beiden Komikern Karl Dall und Otto Waalkes. Letzterem ist eine kleine, der Öffentlichkeit zugängliche Ausstellung (Dat Otto Huus) gewidmet. Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört aber auch das Ostfriesische Landesmuseum im Emdener Rathaus, das im 2. Weltkrieg zerstört und dann wieder aufgebaut wurde. Das Museum hat als Schwerpunkt die Regionalgeschichte der Stadt Emden und Frieslands. Dort kann man u. a. eine umfangreiche Sammlung von Harnischen und Hieb- und Stichwaffen besichtigen, die größte ihrer Art in Europa, die sich in städtischen Besitz befindet.

Das Museumsfeuerschiff liegt im Emder Ratsdelft
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Helmut Brunken

Es wird wohl nur selten einen Besucher Emdens geben, der versäumt, wenigstens eines der insgesamt 3 im "Ratsdelft", einem Teil des Emdener Hafens, vor Anker liegenden Museumsschiffe zu besuchen. Dabei handelt es sich um das frühere Feuerschiff Amrumbank mit Informationen zur Geschichte der Seezeichen, der ehemalige Heringslogger "Stadt Emden" mit einer Ausstellung zur Geschichte der Heringsfischerei und letztlich als neuester Zugang der frühere Seenotkreuzer "Georg Breusing". Kunstinteressierte dagegen werden einen Besuch der Kunsthalle Emden, die auf Initiative des bekannten Emders Henri Nannen gegründet wurde, auf jeden Fall auf ihre Liste von lohnenden Sehenswürdigkeiten setzen. Interessante Bauwerke, die man auf jeden Fall besichtigen sollte, sind z. B. das Emder Hafentor aus dem 17. Jahrhundert und die bekannte Kesselschleuse, ein technisches Denkmal aus dem 19. Jahrhundert. Sie ist die einzige Rundkammerschleuse Europas, verbindet 4 Wasserwege untereinander und funktioniert bis heute tadellos. Lokalkolorit und ein ungewohntes Bild für "Südländer" bietet der Anblick von Windmühlen, von denen sich einige bis in die heutige Zeit im Stadtgebiet erhalten haben.

Essen und Trinken in Emden

Die Kneipendichte in Emden ist überdurchschnittlich hoch. Das liegt wenigstens z. T. am oft schlechten Wetter begründet und in der Tatsache, dass Emden ein bedeutender Seehafen ist und früher die Besatzungen der im Hafen ankernden Schiffe mehr Zeit zum Landgang hatten als heute. Da die Stadt ein traditioneller Standort der Hochseefischerei war, spielt natürlich der Fisch, ganz besonders Matjeshering, auf dem Speiseplan eine große Rolle. Dasselbe gilt für Krabben, die bis heute unweit von Emden angelandet werden. Im Winter wird gerne Grünkohl mit "Pinkel" (geräucherte Grützwurst), Kassler und Speck verspeist. Eine sehr kalorienreiche Mahlzeit, nicht gerade empfehlenswert für figurbewusste Menschen. Zur besseren Verdauung gibt es dazu einen Klaren (Korn). Man trinkt aber auch gerne heißen Ostfriesentee, um sich bei kaltem Wetter von innen aufzuwärmen.

Das Emssperrwerk ist ein wasserwirtschaftliches Großbauwerk an der Unterems bei Emden in Ostfriesland. Es wurde in den Jahren 1998 - 2002 erbaut.
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Christa van Scharrel

Dockanlagen in Emden
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: klaas hartz


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