Greifswald: Der Greif wacht über die Stadt

Greifswald, direkt an der Ostseeküste zwischen den Inseln Rügen und Usedom in einer Bucht des Greifswalder Boddens gelegen, bildet zusammen mit Stralsund eines von vier Oberzentren in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 12.000 Studenten sorgen dafür, dass in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald reges Leben pocht. Auch ein kurzer Abstecher in die Metropolen Hamburg oder Berlin lohnt sich für den Besucher in Greifswald, beide Städte sind nur etwa jeweils 200 Kilometer von Greifswald entfernt.

Die Wurzeln der Besiedelung reichen zurück bis ins Mittelalter. Urkundlich erwähnt wird Greifswald, das ursprünglich zum Kloster Eldena gehörte, erstmals im Jahr 1248. Woher der Name stammt, verliert sich aber im Dunkel der Vergangenheit, man nimmt einen dänischen oder slawischen Ursprung an. Weil einerseits nahe von Salzpfannen, einem der wichtigsten Handelsgüter im Mittelalter, andererseits an einer Kreuzung von zwei Handelswegen lag, war der Handel eminent wichtig für die weitere Entwicklung des Ortes. Das galt vor allem in der Hochphase des mittelalterlichen Städtebundes der Hanse.

Nach der Wende wurde in den 90er Jahren der historische Stadtkern saniert. Vor allem der Marktplatz, auf dem eines der schönsten Rathäuser in Norddeutschland steht, wurde kräftig aufpoliert. Das gotisch-barocke Rathaus fügt sich harmonisch in das Ensemble der umliegenden Bürgerhäuser ein, die während der großen Zeit der Hanse errichtet worden waren. Architektonisch faszinierend sind darüber hinaus die Speicherbauten, das Universitätsgebäude, das im 19. Jahrhundert errichtet wurde, aber auch verschiedene Wohnhäuser, die in unterschiedlichen Phasen gebaut wurden.

Für Gäste und Einheimische steht gemessen an der Größe der Stadt ein sehr reiches kulturelles Angebot bereit. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass Vorpommern sehr dünn besiedelt ist und Greifswald deshalb ein sehr großes Einzugsgebiet hat. Als bedeutendste kulturelle Einrichtungen gelten das Theater Vorpommern und das Pommersche Landesmuseum. Unter anderem sind hier Werke von Caspar David Friedrich, einem gebürtigen Greifswalder, zu sehen. Für diesen bekannten Sohn der Stadt soll bis 2015 übrigens sogar ein eigenes Museum errichtet werden.


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