Neustrelitz im Herzen der Seenplatte

Direkt am Ufer des Zierker Sees mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte liegt die ehemalige Residenzstadt Neustrelitz mit ihren rund 21.000 Einwohnern. 29 Seen in unmittelbarer Stadtnähe machen Neustrelitz vor allem während der Sommermonate zu einem Mekka für Wassersportler.

Neustrelitz entstand erst relativ spät, nämlich im 18. Jahrhundert und verdankt seine Gründung den damals herrschenden Querelen zwischen Adel und Bürgertum. Nachdem 1701 das Herzogtum Mecklenburg-Strelitz gegründet worden war, residierte Herzog Adolf Friedrich II zunächst in Strelitz, das 1931 in Neustrelitz eingemeindet wurde. Nachdem jedoch das Schloss abgebrannt war, verweigerten die Strelitzer Bürger den Wiederaufbau. Kurzerhand baute der Herzog also eine neue Residenzstadt – eben Neustrelitz.

Neben der Mecklenburgischen Seenplatte als attraktives Naherholungsgebiet bietet Neustrelitz seinen Urlaubsgästen zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ein Bummel über den Marktplatz lässt die Besucher den Hauch der Geschichte atmen: Denn die barocke Residenzstadt wurde direkt um den Marktplatz angelegt. Acht Straßen führen von diesem pulsierenden Herzen der Stadt in alle Richtungen. Anno 1866 wurde auf dem quadratischen Marktplatz ein Rondell angelegt, auf dem ein Denkmal für Großherzog Georg errichtet wurde. Direkt am Markt befindet sich auch das Rathaus, das in einem spätklassizistischen Stil errichtet wurde.

Das Residenzschloss selbst existiert nicht mehr, dennoch ist der Schlossbezirk ein attraktives Ausflugsziel. Die Schlosskirche befindet sich im östlichen Bereich, heute beherbergt die ehemalige Kirche Ausstellungen. Im ehemaligen Gartensalons des Herzogs ist inzwischen ein Restaurant untergebracht, zudem finden in dieser Location Konzerte statt. Weitere Wirtschaftsgebäude des Schlosses, darunter ein Reitstall, das Carolinenstift oder das Marienpalais ist ebenfalls bis heute erhalten.

In den 1840er Jahren wurde die Hafenanlage errichtet. In den ersten Jahrzehnten diente der Hafen vorwiegend dem Warenverkehr, was zahlreiche Speichergebäude noch heute bezeugen. Nachdem der Hafen jedoch jahrelang brach gelegen war, wurde er Mitte der 1990er Jahre wieder aufpoliert: Er wurde zu einem Wasserwanderrastplatz umgebaut und bietet neben Liegeplätze für Booten und der entsprechenden Infrastruktur auch eine Anlegestelle für Ausflugsschiffe.

Der herzögliche Hof begründete auch eine reichhaltige kulturelle Tradition. So bietet das Landestheater Neustrelitz eine Bühne für Schauspiel und Musik, im benachbarten Schlossgarten werden im Sommer gerne Freilichtaufführungen inszeniert. Die Geschichte der Stadt dokumentiert das städtische Museum. Jüngeres Publikum spricht seit 2000 das Immergut-Festival an. Die Macher des Independent-Festes bieten Bands mit einem Schwerpunkt auf Gitarrenrock aus der Region eine Plattform.


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