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Die Öresundbrücke: eine bizarre Sehenswürdigkeit

Aus der Luft betrachtet bietet die Öresundbrücke einen bizarren Anblick: Das Bauwerk scheint als Sackgasse direkt im Meer zu verschwinden. Es handelt sich bei dieser Brücke um die weltweit längste Schrägseilbrücke, welche zusammen mit der künstlichen Insel Peberholm und dem Drogdentunnel die Öresundverbindung. Diese verbindet Kopenhagen mit der schwedischen Stadt Malmö. Sie ist seit 1. Juli 2000 für den Verkehr freigegeben.

Ein biologisches Experiment

Die Öresundbrücke ist insgesamt 7845 Meter lang und endet in der künstlichen Insel Peberholm, wo die Brücke in den Drodgentunnel mündet. Diese wurde aus dem Aushub der Erdarbeiten während des Brückenbaus gebildet und liegt in der Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. Zunächst hatte die rund 1,3 Quadratkilometer Insel nur den Zweck, den Drodgentunnel vor Überflutung zu schützen.

Allerdings wird sie als biologisches Experiment betrachtet, weshalb das Betreten streng verboten ist. Nur Biologen haben Zutritt, um zu erfahren, wie und auf welche Weise die Natur Peberholm erobert. Denn man hat beim Anlegen bewusst darauf verzichtet, Maßnahmen zu ergreifen, durch welche die Ansiedlung von Pflanzen und Tieren gefördert. Beispielsweise hat man darauf verzichtet, Gras auszusäen. Der Grund: Man will feststellen, welche Lebewesen sich ohne menschliches Zutun auf der Insel niederlassen.

Die Bilanz: Bemerkenswert ist, dass sich die Felsennelke bislang niedergelassen hat. Dabei handelt es sich um eine Gattung von Nelkengewächsen, deren 25 Arten vorwiegend im Mittelmeerraum beheimatet sind. In Schweden und Dänemark gilt die Felsennelke als selten. Als einzigartig gilt auch die Feldwinkelspinne, die eigentlich eher gemäßigtes und subtropisches Klima bevorzugt und nirgendwo sonst in Schweden oder Dänemark vorkommt. Darüber hinaus haben sich verschiedene Kleinvogelarten auf Peberholm niedergelassen.

März 2014

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