Das Schnoorviertel in Bremen: ein Ausflug in die Geschichte

Ein Stadtbummel der besonderen Art erwartet die Besucher im sogenannten Schnoorviertel, dem ältesten Viertel der Hansestadt Bremen. Dabei handelt es sich um ein mittelalterliches Gängeviertel im Herzen der Altstadt, welches von pittoresken, kleinen und schmalen Fachwerkhäusern geprägt wird, die während des 15. und 16. Jahrhunderts errichtet wurden oder nach dem Vorbild dieser Gebäude nachgebaut wurden. Der Name des Viertels rührt von altem Schiffshandwerk her. Der Grund: Einst hatten die Gänge einen engen Zusammenhang. Beispielsweise gab es im Schnoorviertel einen Bereich, in welchem ausschließlich Taue und Seile produziert wurden.

Die Geschichte des Schnoorviertels

Erstmals wurde das Schnoorviertel während des 13. Jahrhunderts schriftlich erwähnt, als die Franziskaner am Rand des Viertels ein Kloster errichteten. Bis zum heutigen Tag ist jedoch nur die Klosterkirche erhalten geblieben. Ein weiteres Sakralgebäude im Schnoorviertel stellt die Kirche St. Johann dar, die während des 14. Jahrhunderts in Form einer turmlosen Hallenkirche im Stil der Backsteingotik errichtet wurde.

Zu den ältesten Profanbauten gehören das Packhaus Schnoor 2 sowie das Haus Schnoor 15, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts errichtet wurden. Einige der heutigen Gebäude wurden nach dem Vorbild historischer Häuser errichtet. Gebäude, die während des 17. und 18. Jahrhunderts errichtet wurden, sind hingegen größtenteils noch im originalen Zustand erhalten.

Vom Arme-Leute-Viertel zum Kult-Stadtteil

Weil sowohl Häuser als auch Grundstücke im Schnoorviertel klein und die Gassen so eng waren, dass sie für Autos unpassierbar waren, wurde es zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem Arme-Leute-Viertel. Nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte man jedoch den historischen Wert der Häuser, sodass bereits Ende der 1959er Jahre der Denkmalschutz damit begann, die Gebäude umfassend zu restaurieren.

Heute darf das Schnoorviertel hingegen als Kultviertel gelten, in dem sich zahlreiche gastronomische Betriebe sowie zahlreiche Kunsthandwerker, Galerien und Souvenirläden angesiedelt haben. Besonders gern nutzen Bremer und die Gäste der Stadt übrigens die verkaufsoffenen Sonntage zwischen 1. April und 31. Dezember, um durch das Schnoorviertel zu bummeln.

Januar 2017

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