Das Museum der Strohverarbeitung: ein besonderes Regionalmuseum

Etwa drei Jahrhunderte lang war die Strohverarbeitung der wichtigste Wirtschaftszweig der niedersächsischen 12.000-Einwohner-Stadt Twistringen. So waren zeitweise bis zu zwei Drittel der Bevölkerung in der Strohverarbeitung tätig. Sie stellten sowohl in Fabriken als auch in Heimarbeit diverse Produkte wie Trinkhalme, Malotten – also Ummantelungen für Weinflaschen – oder Strohhüte her. Diesem herausragenden Wirtschaftszweig in der Region ist das Museum der Strohverarbeitung gewidmet.

Das ist das Museum der Strohverarbeitung

Das Museum der Strohverarbeitung, das von einem Förderverein getragen wird, dokumentiert seit 1996 die Geschichte der Strohverarbeitung in der Region rund um Twistringen von den Anfängen bis in die heutige Zeit. Dieser Schwerpunkt macht das Haus einzigartig in der deutschen Museumslandschaft.

Auf einer Fläche von insgesamt 850 Quadratmetern werden zahlreiche Zeugen der strohverarbeitenden Industrie in Twistringen gezeigt. Zu den eindrucksvollsten Exponaten zählt ein Heim-Arbeitsplatz, der für das Museum der Strohverarbeitung rekonstruiert wurde.

Die Ausstellung spannt einen Bogen über drei Jahrhunderte, wobei zugleich der Strukturwandel, der in den 1960er Jahren eingesetzt hatte, anschaulich gemacht wird. Die verschiedenen Produkte, die einst in der Region hergestellt wurden, stellen einen Schwerpunkt dar. Thematisiert werden aber auch verschiedene soziale Aspekte, darunter Kinder- und Heimarbeit.

Des Weiteren finden während des gesamten Jahres im Museum der Strohverarbeitung regelmäßige Sonderaktionen statt. So wurde beispielsweise 2007 die Sonderausstellung „fossilia twistringensia“ eröffnet, in welcher Fossilien aus der Region präsentiert werden.

So ist das Museum der Strohverarbeitung entstanden

Der „Förderverein Museum der Strohverarbeitung Twistringen e.V.“ wurde bereits 1992 gegründet. Die Vereinsmitglieder bauten das heutige Museum anschließend langsam aber sicher auf. Zunächst erwarben sie eine Scheune, die sie zu einem Museum ausbauten. Schließlich wurden auch Arbeitsgeräte und Maschinen samt Zubehör gekauft, die zur Strohverarbeitung benutzt wurden. Und schließlich wurde ein tragfähiges Museumskonzept erarbeitet.

Die Öffnungszeiten: Für Einzelbesucher hat das Museum der Strohverarbeitung an Samstagen und Sonntagen von März bis November von 14 Uhr bis 17.30 Uhr. Gruppenbesuche inklusive Bewirtung können ganzjährig an allen Werktagen gebucht werden. Die Führung durch das Haus dauert etwa eine Stunde und 15 Minuten.

Kontakt:

Verein Museum der Strohverarbeitung Twistringen e.V.
Kapellenweg 2
27239 Twistringen
E-Mail: info[add]strohmuseum.de
Webseite: www.strohmuseum.de

März 2017

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