Tinnumburg – Kultstätte oder Schutzwall

Bis heute ist nicht geklärt, welchen Zweck die sogenannte Tinnumburg in der Gemeinde Tinnum auf Sylt wohl einst erfüllt haben mochte. Gesichert ist lediglich, dass die Ringwallanlage mit einem Durchmesser von 120 Metern, die heute auf Sylt ein beliebtes Wanderziel darstellt, in der Zeit um Christi Geburt errichtet wurde. Besonders gern wird die Tinnumburg übrigens am 21. Februar besucht, wenn die Biikefeuer abgebrannt werden. Dass sie einst als Befestigungsanlage diente erscheint ebenso wahrscheinlich wie ihre Nutzung als Kultstätte.

Die Tinnumburg im Detail

Die Tinnumburg gilt als besterhaltene Burganlage auf der Insel Sylt. Begrenzt wird sie im Südosten von der Marsch, im Nordwesten vom Prielstrom, der ins Wattenmeer mündet. Zur Zeit der Wikinger könnte der Prielstrom sogar schiffbar gewesen sein, sodass die Burg im frühen Mittelalter möglicherweise sogar einen direkten Zugang zum Meer besaß.

Insgesamt hatten auf dem Gelände der Tinnumburg drei Grabungen stattgefunden, nämlich in den Jahren 1870, 1948 sowie 1976. Dabei wurde der Beweis erbracht, dass die Anlage in der Ära der frühen römischen Kaiserzeit errichtet worden war. Bei den Grabungen kamen die Forscher zu dem Schluss, dass es sich bei der Tinnumburg um eine germanische Kultstätte gehandelt hatte. Sie wurde – nachdem sie über einen längeren Zeitraum brach gelegen hatte – erst zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert wieder genutzt. Aus dieser Zeit stammt auch der Wall, der heute noch sichtbar ist und auf dem ursprünglichen Wall errichtet wurde. Der Innenbereich der Tinnumburg war mit sogenannten Grassodenhäusern. Hierbei handelt es sich um feste Behausungen, deren Wände und Dächer aus Grassoden bestanden.

Mai 2018





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