Kein Plastik mehr an Rostocks Seebädern

Die Zeit von Plastikgeschirr dürfte an den Rostocker Seebädern bald vorbei sein. Wie die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde sagt, wolle man künftig stattdessen auf biologisch abbaubares Geschirr setzen. Der Grund: Dadurch wollen die Verantwortlichen verhindern, dass Plastikmüll im Meer landet. Stattdessen wird das Essen künftig mit Einmal-Geschirr aus Maisstärke, Zuckerrohr, Palmblättern und Holz serviert. Vorgestellt wurde dieses Projekt, an dem zum Start elf Gastronomen aus der Region teilnahmen, im Juni 2018.

Der Grund für diese Änderung liegt darin, dass die Strandgastronomie vor Ort aus Gründen des Hochwasserschutzes und wegen der Gegebenheiten vor Ort relativ beschränkt arbeiten muss. Das gilt insbesondere für die Anschlüsse von Wasser und Abwasser. Deshalb sei es nicht möglich, das Geschirr ordnungsgemäß zu spülen, wie es in der Gastronomie üblich ist. Deshalb lasse sich auch kein Pfandsystem mit Mehrweg-Geschirr einführen, wie es in anderen Urlaubsregionen bisweilen praktiziert wird.

Die Abfallbehälter werden täglich entsorgt

Für das biologisch abbaubare Einweggeschirr wurden spezielle Abfallbehälter aufgestellt, die täglich entsorgt werden. Die Materialien, aus welchen das Einweg-Geschirr hergestellt wird, zersetzen sich bereits innerhalb von zwei Wochen mittels Trockengärung hervorragend. Es stellt aber auch kein Problem dar, wenn das Geschirr tatsächlich einmal versehentlich im Meer landet. Wie Joachim Westphal, seines Zeichens Prokurist bei der EVG Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Rostock, erläutert, würde sich das Einweg-Geschirr dort einfach selbst zersetzen. Die Umwelt und die Meeresbewohner nehmen an diesen Abfällen also keinen Schaden. Dabei ist das biologisch abbaubare Geschirr sogar in mehrerlei Hinsicht nachhaltig. Denn bei der Verwertung entstehen Biogas und Strom. Beides Wird ins Energienetz der Hansestadt eingespeist.

Juli 2018





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