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Ölplattformen in der Nordsee

Möglicherweise ist die Zeit einer gewissen wirtschaftlichen Autarkie für Westeuropa bald vorüber: Die Ölförderung in der Nordsee ist auf dem tiefsten Stand seit 30 Jahren, im Vergleich zu 1996 hat sich die Fördermenge halbiert. Experten gehen deshalb davon aus, dass das Zeitalter des Schwarzen Goldes in der Nordsee bald vorüber sein dürfte. Denn auch mit neuen Fördertechniken lässt sich dieser Trend nicht umkehren. Und die Chancen, auf große, jungfräuliche Ölfelder zu stoßen, gelten eher als gering. Für die Region bedeutet das zwar zunächst wirtschaftliche Einschnitte, bietet aber zugleich neue Chancen. Denn wie die Erfahrungen, etwa vor den US amerikanischen Küsten zeigen, breiten sich in den ehemaligen Fördergebieten rund um die Bohrtürme rasch neue Biotope aus und bieten dem naturnahen Tourismus neue Chancen.

Die Ära des Schwarzen Goldes in der Nordsee währt übrigens bereits ein halbes Jahrhundert lang. Nachdem Anfang der 1960er Jahre Öl in der Nordsee entdeckt wurde, begannen vor allem Norwegen und Großbritannien 1971nmit der Förderung. Die Kapazitäten wurden nach der Ölkrise von 1973 erheblich ausgebaut, um unabhängiger vom arabischen Öl zu werden. So stammen aktuell etwa 50 Prozent des in Deutschland verbrauchten Öls aus der Nordsee.

Die Bodenschätze des Meeres teilen sich neben Großbritannien und Norwegen übrigens Holland, Deutschland und Dänemark. Nachdem weit über 450 Bohrinseln das Öl der Nordsee fördern, kam es immer wieder zu massiven Umweltschäden. Beispielsweise treten pro Jahr etwa 9.000 Liter Rohöl aus, gelangen ins Meer und stören das empfindliche Ökosystem.

Doch sobald die Förderung zum Erliegen kommt, dürften sich neue Chancen für den Tourismus ergeben. Weil es schlicht und ergreifend zu teuer ist, die Bohrtürme wieder abzubauen, bilden sie das Gerüst, auf dem sich neues Leben ansiedeln kann. Dies hat sich in allen Offshore-Fördergebieten weltweit gezeigt, wo das Leben schon nach wenigen Jahren förmlich explodiert ist.

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