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Vorsicht, Mutterkorn!

Badegäste an der Nordseeküste sollten dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf den Bewuchs am Ufer haben. Denn erst im Mai haben Botaniker im Schlickgras relativ viele Pflanzen entdeckt, die entlang der Wattmeerküste von Holland bis Dänemark vom Mutterkorn befallen sind.

Gefährlich ist es vor allem für Kinder, welche beim Spielen die schwarzen Körner in den Mund stecken und womöglich verschlucken. Wenn Eltern mitbekommen, dass ihre Kinder den giftigen Pilz in den Mund stecken, sollten sie sofort den nächsten Arzt aufsuchen. Denn schon wenige Körner können eine für Kinder tödliche Dosis an Gift enthalten. Und eine Vergiftung anhand der Symptome zu erkennen, ist nicht einfach. Das Spektrum reicht von Erbrechen bis hin zum Fieber. Eine eindeutige Diagnose fällt dem Arzt also relativ schwer.

Gefährlich macht das Mutterkorn die Tatsache, dass Mutterkorn sehr robust ist und das Gift auch nach einer längeren Zeit im Wasser nicht ausgewaschen ist. Dass auch Schlickgras vom Mutterkorn befallen werden kann, ist den Botaniken übrigens neu. Bisher galten Getreidesorten wie Roggen und Weizen als einzige bekannte Wirte.

Was ist Mutterkorn?

Als Mutterkorn bezeichnet man die länglichen, schwarzen Getreidekörner, die vom Mutterkornpilz befallen wurden. Der Name Mutterkorn rührt daher, dass der Pilz einst als Mittel zur Abtreibung eingesetzt wurde.

Für die giftige Wirkung des Mutterkorns sind die darin enthaltenen Alkaloide verantwortlich, die sehr komplex auf den Stoffwechsel von Menschen und Tieren wirken. Dass Symptome wie Halluzinationen oder gar abgestorbene Gliedmaßen vom Mutterkorn herrühren, wurde übrigens erst im 17. Jahrhundert entdeckt. Die berauschende Wirkung dagegen ist schon länger bekannt. So wurden mit dem Mutterkorn bereits im zweiten vorchristlichen Jahrtausend berauschende Tränke hergestellt.

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