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"Piddger Lüng" ist der neue Lebensretter

Mit der Schiffstaufe am 14. Dezember 2013 wurde der neue Rettungskreuzer "Piddger Lüng" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in List auf Sylt offiziell in Betrieb genommen. Dass der Kreuzer auf der Nordseeinsel stationiert wurde, ist der Spendenbereitschaft der Inselbewohner zu verdanken. Denn zur Finanzierung des Schiffes wurde zwischen Hamburg und Sylt ein Spendenwettbewerb unter dem Motto "Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg" veranstaltet worden war. Insgesamt sammelte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger etwa 1,4 Millionen Euro, wobei etwa 10.000 Euro mehr aus Sylt als aus Hamburg kamen.

Der Seenotkreuzer wurde nach der gleichnamigen Ballade über einen Sylter Fischer getauft. In der Ballade schildert der Dichter den Widerstand der friesischen Bevölkerung gegen die dänische Herrschaft während des Mittelalters.

Das ist die Pidder Lüng

Erbaut wurde der neue, 19,9 Meter lange Seenotkreuzer in Berne in der Fassmer-Werft. Erstmals zu Wasser gelassen wurde er am 16. September 2013, nachdem er erprobt war, wurde die Pidder Lüng schließlich am 16. November in Dienst gestellt. Wie alle Schiffe dieser Klasse ist die Pidder Lüng auf den Einsatz im küstennahen Bereich zugeschnitten und besitzt deshalb nur eine geringe Wassertiefe.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger handelt es sich um eine nichtstaatliche Organisation zur Seenotrettung, die bei Seenotfällen den Such- und Rettungsdienst übernimmt. Finanziert wird die Gesellschaft ohne Steuergelder aus Spenden und zu einem geringen Teil aus Bußgeldern, die von Justizbehörden verhängt werden. Offiziell gegründet wurde die Gesellschaft 1865, doch ihre Geschichte reicht zurück bis ins Jahr 1802. Damals gründete die Kaufmännische Korporation eine Rettungsstation in Memel.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts ereigneten sich vor den Inseln der deutschen Nordsee pro Jahr etwa 50 Schiffsunglücke. Rettungsmaßnahmen wurden jedoch oft durch eine mangelhafte Ausrüstung und das damals geltende Standrecht verhindert. Zu den dramatischsten Unglücken gehörte 1854 der Untergang der Joanne, bei dem 84 Auswanderer ums Leben kamen. Nach dieser Tragödie wurden die Rufe nach einem nationalen Rettungswerk laut. Doch die ersten Rettungsvereine wurden erst 1861 in Bremerhaven, Emden und Hamburg gegründet. Diese vereinigten sich am 29. Mai 1865 zur Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Dezember 2013

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