Der Hindenburgdamm: das Tor nach Sylt

Als Hindenburgdamm wird jener Eisenbahndamm bezeichnet, welcher das Festland mit der Insel Sylt verbindet. Bei dieser entspannten Anreise haben die Besucher nicht nur die Gelegenheit, einen Einblick in das ländliche Leben Schleswig Holsteins zu bekommen, sondern sie können auch den ungetrübten Blick über das Wattenmeer genießen.

Wie ist der Hindenburgdamm entstanden?

Nachdem der deutsch-dänische Krieg anno 1864 beendet worden war, waren sowohl Westerland als auch Sylt Teil des Kreises Tondern in Schleswig-Holstein und immer mehr Gäste entdeckten das Seebad Westerland als Hort der Erholung. Allerdings war die Verbindung dorthin relativ unsicher und die Gäste mussten lange An- und Abreisezeiten in Kauf nehmen. Deshalb wurden bereits in den 1870er Jahren erste Maßnahmen für den späteren Bau des Hindenburgdamms getroffen, der in den 1920er Jahren schließlich errichtet wurde, wenn auch nicht ohne Schwierigkeiten. Denn der erste Bauversuch wurde von einer Sturmflut vernichtet, weshalb die Trasse des Hindenburgdamms weiter nach Norden verlegt werden musste.

Woher kommt der Name Hindenburgdamm?

Am 1. Juni 1927 eröffnete schließlich der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg den neuen Damm. Der Name Hindenburgdamm fiel beim in Anschluss an die Eröffnungsfahrt stattfindenden Frühstück und bürgerte sich anschließend ein. Allerdings ist der Name seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht unumstritten. Der Grund: Viele Bürger betrachten Paul von Hindenburg als Wegbereiter für das mörderische Nazi-Regime, weshalb es auch zahlreiche Vorschläge für einen alternativen Namen gab, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten.

Der Einfluss des Hindenburgdamms auf die Umwelt

Durch den Hindenburgdamm wurde der Gezeitenstrom zwischen der Insel Sylt und dem deutschen Festland verändert, weshalb vermutet wird, dass die neuen Strömungsverhältnisse für den massiven Landverlust am südlichen Ende der Insel Sylt verantwortlich sind. Heute liegt der Hindenburgdamm auf dem Gelände des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Jene Zone, in welcher sich der Damm befindet, darf weder befahren noch betreten werden.

März 2020





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