Amrumer Mühle

Die Amrumer Mühle, auf dem höchsten Punkt von Nebel errichtet, gilt als eines der Wahrzeichen der Insel. Seit 1967 steht die Amrumer Windmühle unter Denkmalschutz. Während des ersten Jahrhunderts ihres Bestehens hatte sie nicht nur die Funktion, Getreide zu mahlen. Weil Amrum kaum bewachsen war, konnte die Amrumer Mühle aus allen Richtungen schon von Weitem gesehen werden. Bis der Leuchtturm 1875 in Betrieb genommen wurde, diente sie als Seezeichen.

Häufige Besitzerwechsel

Der Bau der Amrumer Mühle geht auf Erk Knudten zurück, der 1770 in Holland eine Windmühle erwarb, die er nach Amrum verschiffte. Anschließend bewirtschaftete er die Mühle 21 Jahre lang zusammen mit seiner Frau Inge Erken. Weil Martin Erken, der älteste Sohn und Erbe, es sich nicht leisten konnte, die anderen Erben auszuzahlen, übernahm eine seiner Schwestern die Mühle. Nachdem die Besitzer mehrfach gewechselt hatten, bewirtschaftete Hans Ernst Kristensen die Amrumer Mühle als letzter Müller zwischen 1922 und 1963.

Kristensen war gezwungen, den Betrieb der Mühle einzustellen, weil sie nicht mehr wirtschaftlich war. Deshalb wechselte sie 1964 in den Besitz des Vereins zur Erhaltung der Amrumer Windmühle e.V. Der Verein kümmert sich um die Erhaltung der Mühle und hat die ehemaligen Lagerräume zu einem Museum umgebaut. Zudem bietet die Amrumer Mühle diversen Künstlern eine Möglichkeit, sich und ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Museum

Im Heimatmuseum, das in der Amrumer Mühle eingerichtet wurde, wird neben der Geschichte der Insel auch die hiesige Fauna und Flora präsentiert. Ein Teil der Ausstellung widmet sich beispielsweise der Amrumer Inselbahn. Diese war zwischen 1893 und 1939 in Betrieb und spielte eine wichtige Rolle für die touristische Erschließung der Insel. Auch der kulturelle Aspekt kommt mit einer Ausstellung über die typischen Trachten der Friesen nicht zu kurz. Geöffnet ist die Insel in den Monaten zwischen April und Oktober. Heute dient die Mühle auch als Location für Hochzeiten. Die Brautpaare müssen sich dafür aber zuvor beim Standesamt anmelden.


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