Archäologische Highlights

Die Insel Amrum bietet zahlreiche Highlights für historisch interessierte Besucher. Denn auf der ganzen Insel befinden sich Ausgrabungsstätten, die meist bis in die Bronzezeit zurückreichen. Der Zeitraum, in dem beispielsweise Grabstätten angelegt wurden, reicht von der Jungsteinzeit bis ins Mittelalter hinein.

Im Osten der Insel erleben die Besucher ein Feld mit Hügelgräbern, die vermutlich während des Mittelalters von Wikingern angelegt wurden. Ursprünglich dürften sich hier etwa 80 Hügelgräber befunden haben, von welchen allerdings nur ein Teil erhalten ist. Der größte Hügel auf diesem Feld dürfte aus der Bronzezeit stammen.

Die bekannteste Anlage auf Amrum ist das Hünenbett von Nebel, das im Naturschutzgebiet Amrumer Dünen liegt. Dieses befindet sich im Nordwesten der Insel Amrum und umfasst mit einer Fläche von 728 Hektar alle Dünengebiete auf der Insel. Das Hünenbett erstreckt sich mit einer Ausdehnung von 35 mal sieben Metern in ost-westlicher Richtung. Dieses Grabfeld teilt sich in zwei Kammern auf. Bei der östlichen Kammer handelt es sich um einen erweiterten Dolmen. Diese Grabstätten sind vor allem in Schleswig-Holstein weit verbreitet und zeichnen sich durch einen exakten, rechteckigen Grundriss aus. Während die langen Seiten dieser Kammer aus jeweils zwei Trägersteinen bestehen, besitzen die schmalen Seiten nur einen Trägerstein. Die westliche Kammer ist ähnlich aufgebaut wie die östliche, allerdings ist sie etwas länger und schmaler angelegt.

Neben den Grabanlagen gibt es zwischen den Orten Steenodde und Nebel auch eine beeindruckende Wallanlage, die als "Krümmwal" bekannt ist. Dieser halbkreisförmig angelegte Wall stammt wohl aus der Zeit der Wikinger.

Aus etwas jüngerer Zeit stammt der Norddorfer Friesenwall, der in die Liste der Kulturdenkmäler der Insel Amrum aufgenommen wurde. Es handelt sich dabei um Mauern, die in Form eines Trockenmauerwerks aus Findlingen errichtet wurden. Die Friesenwälle sind typisch für die Region. Der Grund: Weil die Marschgebiete in Friesland sehr arm an Wäldern und Steinbrüchen sind, mussten die Einwohner Zäune und ähnliches Mauerwerk aus Findlingen aus den Feldern errichten. Typisch für einen Friesenwall ist, dass er nicht verfugt ist, sondern die Steine lose aufeinandergelegt werden.


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