Wismar

Die Altstadt von Wismar und ihre historischen Gebäude

Die Altstadt der Hansestadt Wismar hat seit Mai 2002 zusammen mit der Altstadt von Stralsund den Status eines Weltkulturerbes. Dabei darf der Wismarer Marktplatz als absolute Besonderheit gelten, den mit Abmessungen von 100 mal 100 Metern ist er der größte seiner Art in ganz Norddeutschland. Ferner steht mit der Wismarer Wasserkunst eines der Wahrzeichen der Hansestadt auf dem Marktplatz. Diese funktioniert nach dem Prinzip eines sogenannten Laufbrunnens, hat also zur Entnahme von Trinkwasser ein offenes Wasserbecken. Errichtet wurden die Wismarer Wasserspiele nach den Plänen des Baumeisters Philipp Brandin aus Utrecht von 1579 bis 1602. In der Altstadt befinden sich außerdem folgende sehenswerten Gebäude:

Der Alte Hafen

Die seit Jahrhunderten bestehende enge Verbindung mit dem Meer verdankt Wismar der außergewöhnlichen Lage an der Ostsee. Erleben können die Besucher die lange Seefahrertradition am besten am Alten Hafen. Der Stolz des Hafens ist eine historische hanseatische Kogge, die neben großen Kreuzfahrtschiffen vor Anker liegt. Rund um den Hafen erwarten den Besucher aber noch weitere Sehenswürdigkeiten:

Weitere Sehenswürdigkeiten in Wismar

Das Stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar

Im Schabbelhaus befindet sich das stadtgeschichtliche Museum der Hansestadt Wismar, wo sich die Besucher umfassend über die Geschichte der Stadt informieren können. In den Sammlungen ist die Zugehörigkeit Wismars zur Hanse sowie die Schwedenzeit, die vom Ende des 30jährigen Krieges bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts währte, ab. Abgerundet wird die Ausstellung mit der Sammlung von Werken des mecklenburgischen Malers Carl Canow.

Das Welt-Erbe-Haus

Beim Welt-Erbe-Haus handelt es sich um ein Dielenhaus in der Lübsche Straße 23, welches unter Denkmalschutz steht. Auf einer Fläche von 400 Quadratmetern erwartet die Besucher eine große Ausstellung zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Erbaut wurde das Haus Mitte des 13. Jahrhunderts, als die Lübsche Straße die wichtigste Ost-West-Achse durch Wismar war. Damals wurde das Gebäude als Warenumschlagplatz und Lager genutzt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut.

Die Ausstellung

Im Erdgeschoss können sich die Besucher anhand von Beispielen aus aller Welt über die Idee des Welterbes informieren. Mehrere Hörstationen geben einen Überblick über die Geschichte der Hansestadt Wismar. In den übrigen Zimmern werden Fundstücke und die ursprüngliche Ausstattung gezeigt. Dazu gehört die Wandverkleidung im Tapetensaal, auf der eine Geschichte aus der griechischen Mythologie abgebildet ist.

Der Alte Wasserturm

Die Geschichte des Alten Wasserturms reicht bis in die Mitte der 1680er Jahre zurück, als ein bestehender Wehrturm zum Wasserturm umgebaut wurde. Bis 1873 war der Alte Wasserturm ein Element der Wismarer Wasserversorgung. Ganz in der Nähe des Alten Wasserturms befindet sich mit dem Lindengarten eine denkmalgeschützte Grünanlage.

Sehenswertes Torgelow

Castrum Turglowe

Im Freilichtmuseum Castrum Turglowe wird ein Stück Heimatgeschichte lebendig. Denn die Besucher können sich über den Alltag und die Lebensweisen der Menschen in der Region zur Zeit des Hochmittelalters informieren. Der Start für den Rundgang durch das Freilichtmuseum ist die Burgruine im Herzen Torgelows.

Wie die Adligen während des 13. Jahrhunderts gelebt haben, erfahren die Besucher in einer multimedialen Ausstellung in der Villa von Torgelow in der Friedrichstraße 1.

Die Christuskirche

Die evangelische Christuskirche wurde Anfang der 1880er Jahre in neugotischem Stil an Stelle eines Vorgängerbaus errichtet. Größtenteils stammt die Ausstattung aus der Bauzeit. Allerdings ist eine achteckige Kuppa vom Taufbecken aus dem 13./14. Jahrhundert erhalten. Sehenswerte Elemente der Ausstattung sind außerdem eine eiserne Truhe, ein Lesepult, ein silbervergoldeter Kelch, eine Taufschale und die Orgel.

Das Freilichtmuseum Ukranenland

Im Freilichtmuseum Ukranenland wurde Anfang der 1990er Jahre damit begonnen, ein frühmittelalterliches Slawendorf zu rekonstruieren, das im Lauf der Jahre immer weiter ausgebaut wurde. Größter Wert wird hier darauf gelegt, das damalige Leben so authentisch wie möglich darzustellen.

Der Hüttenwerkplatz

Beim Hüttenwerkplatz handelt es sich um den einstmals zentralen Platz des Eisenhüttenwerkes, das der preußische König Friedrich II. in den Jahren 1753 und 1754 in der Nähe von Torgelow errichten ließ. Nahe des Platzes stehen das Faktorhaus und ein Glockenstuhl. Hergestellt wurden hier eiserne Geräte für Haushalt und Landwirtschaft sowie militärisches Zubehör sowie Munition für die preußische Armee.

Die Dorfkirche Proseken

Weiterhin sehenswert ist unterwegs die Dorfkirche in Proseken, einem Ortsteil der Gemeinde Gägelow. Erbaut wurde dieses Gotteshaus im 13. Jahrhundert, also an der Schwelle zwischen Romantik und Gotik. Der Kirchturm und weitere Anbauten wurden allerdings erst während des 15. Jahrhunderts errichtet.

Das älteste Ausstattungsstück der Dorfkirche Proseken ist das Taufbecken, dessen Kuppa mit den Reliefs von bärtigen Männerköpfen verziert ist. Sehenswert ist auch der barocke Altaraufsatz aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts, auf dem Sockel des Altars ist eine Abendmahlszene dargestellt.

Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1656 und besitzt Schnitzereien im Ohrenstil. Reich verziert sind auch die Tür der Kanzel und die drei Kronleuchter. Auf den farbigen Glasfenstern der Dorfkirche Proseken aus dem Jahr 1868 werden die Evangelisten dargestellt. Über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist das Gotteshaus für seine historisch bedeutsamen Grabplatten.

Via Baltica im Überblick



Zum News-Archiv: bis 04.2014, News ab 05.2014, News ab 01.2015, News ab 01.2016, News ab 01.2017, News ab 01.2018, News ab 01.2019.


[ © Das Copyright liegt bei www.urlaubstipps-nordsee-ostsee-inseln.de | Urlaubstipps für die Nordsee und Ostsee, deren Küsten und Inseln]

nach oben | Home | Sitemap | Impressum & Kontakt
©: www.urlaubstipps-nordsee-ostsee-inseln.de