Stralsund

Eine Meeresenge der Ostsee, der Strelasund ist der Punkt, wo sich die historische Hansestadt Stralsund befindet. Im Norden Mecklenburg-Vorpommerns liegt diese historische Stadt im Norden Deutschlands. Mit dem Blick auf die Küsten der Insel Rügen, wird sie auch das "Tor zu Rügen" genannt. Seitdem die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, hat die Stadt ein großes Erbe angetreten. Tausende Touristen zieht es Jahr für Jahr nach Stralsund. Auch wenn es nur zur Durchreise nach Rügen ist. Die alte Hansestadt kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Denn bereits im Jahre 1234 erhielt sie das Stadtrecht. Stralsund wurde schnell eine bedeutungsvolle Handelsstadt, welche im 14. Jahrhundert nach Lübeck die wichtigste Hansestadt im südlichen Ostseeraum wurde. Stralsund konnte im Dreißigjährigen Krieg der Belagerung durch Wallensteins Truppen Widerstand leisten, da es von Schweden und Dänemark unterstützt wurde. Seit dieser Zeit gehörte Stralsund 200 Jahre zum Königreich Schweden als Teil von Schwedisch-Pommern.

Die Lage Stralsunds war schon zu Hansezeiten auf den maritimen Wirtschaftszweig spezialisiert. Zunächst als pulsierende Handelsdrehscheibe für internationalen Warenaustausch über den Seeweg ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor heute, neben dem Tourismus, der Schiffsbau in der bekannten Volkswerft.

Der Hafen von Stralsund

Verträumte kleine Segelboote schaukeln an prächtigen Jachten vorbei und die Möwen kreischen ihr ganz eigenes Lied dazu. Die Wellen schlagen an den Kai und eine kühle Brise zieht vom Meer über den Hafen. Diese maritime Stimmung lädt ein, sich ein genaueres Bild vom ganzen Hafen zu machen. Bei einer Hafenrundfahrt hat man nicht nur einen prächtigen Ausblick über die Silhouette der wunderschönen Altstadt, sondern man kann auch die kleinen und großen versteckten Dinge im Hafen entdecken. Der Höhepunkt eines jeden Hafenbesuchs in Stralsund ist ohne Zweifel eine Besichtigung des hier anliegenden Segelschulschiffs, der "Gorch Fock".

Wer sich an Bord begibt, kann sich über die spannende Geschichte ausführlich informieren. Einst in Hamburg bei Blohm & Voss erbaut, war sie bis 1945 als Kadetten-Schulschiff zu Hause. Bis sie schließlich am 30. April 1945 einem Sprengkommando zum Opfer fiel und vor Stralsund versenkt wurde. Immerhin vergingen unendliche zwei Jahre, bis man sie barg und bis schließlich im Juni 1947 erneut zu Wasser gelassen wurde. 1951 wurde sie nach umfangreichen Reparaturarbeiten unter sowjetischer Flagge in Dienst gestellt. Seit 2003 ist sie wieder in ihren alten Heimathafen nach Stralsund zurückgekehrt. Jetzt ist sie der Publikumsmagnet im Hafen schlecht hin.

Geschichte hautnah in der Altstadt erleben

Die auf einem Inselkern gelegene Altstadt präsentiert ein sagenhaftes Ensemble an Bauwerken aus Zeiten der Renaissance, der Spätgotik, des Barocks und des Klassizismus. Der im Norden der Altstadt befindliche Marktplatz wird von zahlreichen Sehenswürdigkeiten umringt. So kann man die berühmte gotische Nikolaikirche, den ältesten Sakralbau der Stadt, bewundern. Auch das alte Rathaus, welches das Wahrzeichen der Stadt ist, imponiert mit seiner prächtigen Fassade und zählt zu den schönsten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik.

Rathaus Stralsund mit Nikolaikirche
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Karl-Heinz Gottschalk

Marienkirche Stralsund
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Karl-Heinz Gottschalk

Gegenüber des Rathauses befindet sich das sogenannte Wulflamhaus. Im norddeutschen Raum zählt dieses Gebäude zu den noch am besten erhaltenen Wohnhäusern aus der Spätgotik. Charakteristisch ist hier auch die aufwendige Pfeiler-Giebel-Konstruktion, welche für viele Häuser im Altstadtkern der Hansestadt typisch ist. Zahlreiche Bürgerhäuser erstrahlen in der Backsteingotik. Aber Stralsund wurde auch von der Schwedenzeit geprägt. Das bekannteste Gebäude aus jener Zeit ist das Commandantenhus, welches als Unterkunft für den zuständigen schwedischen Kommandanten aus dieser Zeit diente. Ein altes, am Stadtrand gelegenes Johanniskloster rundet den historischen Reigen aus Gebäuden und Kirchen ab. Das Kloster wurde bereits 1254 als Franziskaner-Kloster gegründet und beherbergt heute Teile des Stralsunders Stadtarchivs.

Stralsund und seine Museen

In Stralsund kann man sehr viel über Nautik, Maritimes und Kunstgeschichte lernen. Dies wird durch die Vielfalt der Museen in Stralsund ermöglicht. Nicht nur kunsthistorische Schätze in langatmigen Rundgängen durch alte Gutshäuser, nein vielmehr wird hier eine ungeahnte Lebendigkeit an den Tag gelegt, dass selbst die größten Museumsgegner auf ihre Kosten kommen. Der Kunstliebhaber wird sich das Kunsthistorische Museum nicht entgehen lassen können. Schätze aus mehreren Jahrhunderten und die Zeitgeschichte der Stadt werden hier eindrucksvoll ausgestellt. Im Museumshaus werden baugeschichtliche Fakten und Dokumente über das Haus und seine Läden von über 600 Jahren ausgestellt. Das Meeresmuseum ist Norddeutschlands größtes Naturkundemuseum und befindet sich in einer frühgotischen Klosterkirche. In 45 Aquarien werden Meeresbewohner aus der Heimat und tropischen Gewässern gezeigt, welche eine schöne Ergänzung zu der Ausstellung: Leben im Meer ist.

Ozeaneum
Quelle: pixelio.de  |  Fotograf: Ralf Luczyk

Das wohl interessanteste Museum in Stralsund ist das Ozeaneum. Auf der Stralsunder Hafeninsel befindet sich dieses, auch architektonisch beeindruckende Museum. Wirklichkeitsnah kann man eine Reise durch die nördlichen Meere erleben – von der Ostsee über die Nordsee bis hin zum Polarmeer. Die Highlights sind neben den "Riesen der Meere" das große Schwarmfischbecken. Wer sich in Stralsund auch gern technisch informieren möchte, kann das im Nautineum tun. Ein 2,3 Hektar großes Areal auf der Insel Dänholm stellt verschiedene Exponate zu den Themen Schiffsbau, Schifffahrt, Meeresforschung und Fischerei aus. Ein weiteres Museum auf dieser Insel ist das Marinemuseum.

Von Stralsund nach Rügen

Um heute auf Deutschlands größte und wohl auch schönste Insel zu gelangen, muss nicht mehr stundenlang im Stau stehen, denn mit der Eröffnung der Rügenbrücke wurde endlich eine weitere Möglichkeit, neben dem Rügendamm geschaffen, um auf die 926 km²-Insel zu gelangen. Von sanft bewaldeten Hügeln über flache, leicht wellige Wiesen bis hin zu Steilküsten mit schmalen Steinstränden, ist Rügen landschaftlich unvorstellbar vielfältig. Auch wenn die Insel gerade einmal 50 km Durchmesser hat, kann sie dennoch mehrere Hundert Kilometer Küste nachweisen. Der Inselkern wird durch zwei Binnengewässer von den Halbinseln Jasmund und Wittow getrennt. Das sind der Kleine und der Große Jasmunder Bodden. Einmal an dieses Ende der Insel angekommen, kann man mit dem historischen Dampfzug "Rasender Roland" eine kleine Fahrt unternehmen. Die Halbinsel Wittow trägt an ihrer nordöstlichen Spitze den Leuchtturm von Kap Arkona. In unmittelbarer Nähe steht ein kleinerer Leuchtturm, der Schinkelturm. Dieser beherbergt ein kleines Museum, welches über die Bedeutung der Leuchtfeuer in der Antike informiert.

Die berühmten Kreidefelsen, die schon den Maler Casper David Friedrich in den Bann zogen, liegen auf der Halbinsel Jasmund. Die Kreidefelsen sind das Wahrzeichen der Insel Rügen. Eine ausgiebige Wanderung zum 119 m hoch gelegenen Königsstuhl ist fast schon ein Muss für jeden Rügenbesucher.


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